Ein Musikstil, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand. Dies geschah im Süden Amerikas, und zwar in der afroamerikanischen Gemeinschaft. Von Anfang an hat der Jazz eine Reihe bestimmter Subgenres hervorgebracht. Die Vielfalt ist somit sehr groß, man kann sich von Big-Band-Swing über Latin-Jazz bis hin zu Jazz-Rock-Fusion verzaubern lassen. Sehr beliebt ist auch Smooth Jazz.

Ein Blick in die Geschichte
Die Entstehung dieses Musikstils wurde vor allem durch die Ankunft afrischer Sklaven beeinflusst, die in die Vereinigten Staaten von Amerika kamen und ihre eigene Musiktradition mitbrachten. Afrikanische Musik diente bei der Arbeit oder für bestimmte Rituale. Dabei handelte es sich auch um sogenannte Arbeitslieder. Typisch war eine einstimmige Melodie. Es wurden pentatonische Tonleitern verwendet, die durch Blue-Töne im Stil von Blues und Jazz durchsetzt waren.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wuchs die Zahl der schwarzen Musiker, die sich dem Erlernen europäischer Instrumente widmeten, immer weiter an. Louis Moreau Gottschalk arrangierte daraufhin die afroamerikanische Musik des Cakewalk und andere Sklavenmelodien als Klavierstücke. Anschließend kam der Einfluss der schwarzen Sklaven in Form des Erlernens des Chorals, der in Musik wie beispielsweise Spirituals integriert wurde.
Europa und Jazz
Obwohl es sich um einen rein amerikanischen Musikstil handelt, verbreitete er sich auch über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus. Zunächst entstand der Jazz in Frankreich. Als Hauptinstrumente dienen Gitarre, Geige und Kontrabass.

Auf den Wellen des Jazz oder seine Darstellung in der tschechischen Musik
Charakteristisch für den Jazz ist, dass es sich in erster Linie um Instrumentalmusik handelt. Nur in einigen Ausnahmefällen kommt auch Gesang vor. Vor allem werden Musikinstrumente wie Klavier, Klarinette und Saxophon verwendet. Bei uns tauchte der Jazz erstmals 1919 durch das Stück „Wentery Jazz“ des Komponisten Otakar Samek auf. Auch wenn diese Version damals noch weit von dem Jazz entfernt war, der in Amerika gespielt wurde. Doch noch im 20. Jahrhundert war das Bewusstsein für Jazz bei uns sehr vage. Eine
herausragende Persönlichkeit war damals Jaroslav Ježek. Er stammte aus dem Prager Stadtteil Žižkov und war Absolvent des Konservatoriums als Pianist und Komponist. Sein jazziges Schaffen wird oft als früher tschechischer Swing bezeichnet.
Nach einer längeren Phase des Rückgangs, die durch den Aufstieg des Faschismus verursacht wurde, kehrte der tschechische Jazz Ende der 1950er Jahre zurück. Dies war auch dem Schaffen der Herren Šlitr und Suchý zu verdanken. Der Jazz trug durch neue Elemente zur Bereicherung der tschechischen Musik bei und war Inspiration für eine Reihe von Künstlern aus der Welt des Films, der bildenden Kunst und des Theaters.